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Kalter Schwede - Forschungszentrum Jülich präsentiert auf der Hannover Messe kalten Moderator für die ESS

Anfang
01.04.2019
Ende
05.04.2019
Veranstaltungsort
Hannover Messe, Halle 2 (B30) auf dem Gemeinschaftsstand Nordrhein-Westfalen

Das Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik (ZEA-1) des Forschungszentrums Jülich präsentiert auf dem Gemeinschaftsstand Nordrhein-Westfalen sein "Herz für Schweden". Dabei handelt es sich um einen sogenannten kalten Moderator, der in der Europäischen Spallationsquelle (ESS) im schwedischen Lund zum Einsatz kommt. Das "kalte Herz" ist ein zentraler Bestandteil der Spallationsquelle und wurde für extreme Bedingungen geschaffen. Seine Aufgabe ist es, sehr schnelle und energiereiche Neutronen zu "bändigen", um diese gezielt auf Proben lenken zu können. Ziel dieser Neutronenstreuung sind einzigartige Einblicke in die Materie und anwendungsnahe Forschung, wie die Untersuchung neuer Werkstoffe oder biologischer Systeme.

Das kalte Herz und sein SchöpferDas kalte Herz und sein Schöpfer: Der Jülicher Ingenieur Yannick Beßler hat es für einen Kühlbehälter entworfen, der in der stärksten Neutronenquelle der Welt verbaut wird, der Europäischen Spallationsquelle ESS. Solche Bauteile müssen extreme Bedingungen aushalten, so wird das Herz zum Beispiel mit flüssigem Wasserstoff auf minus 250 Grad Celsius gekühlt.
Copyright: Sascha Kreklau

Damit dies gelingt, müssen die mehrere tausend Grad heißen Neutronen gekühlt und rund einhundermillionen Mal langsamer werden. Erreicht wird diese enorm anspruchsvolle Energiereduktion durch eine außergewöhnlich belastbare Aluminiumlegierung und eine Kühlung mit flüssigem Wasserstoff auf -250 Grad.

Wer diesen "Extremsportler" unter den technischen Werkstücken einmal von Nahem sehen möchte, sollte in die Halle 2 Stand B30 kommen.

Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik (ZEA-1)

Artikel zu den Jülicher Meisterwerken der Ingenieurskunst

Pressemitteilung der Hannover Messe