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Quantenprozessoren von parasitären Wechselwirkungen befreien

Jülich / Aachen, 25. November 2020 - Eine perfekte Verschränkung - eine der Grundvoraussetzungen für den Erfolg von Quantencomputern - erfordert eine vollständige Kontrolle über alle Qubit-Qubit-Wechselwirkungen. Bisher wurde dieses Ziel durch eine fundamentale, stets aktive parasitäre Wechselwirkung behindert, die die Verschränkung stört. Jetzt haben Forscher des Forschungszentrums Jülich und der RWTH Aachen in Zusammenarbeit mit dem IBM T.J. Watson Research Center und der Syracuse University, beide USA, eine Theorie-motivierte Idee entwickelt und erfolgreich umgesetzt, um diese Wechselwirkungen zwischen zwei Qubits zu beseitigen. Ihre Arbeit führt zu einem besseren Verständnis der Physik hinter dem Fehler, was es auch ermöglicht, eine genauere Verschränkung sowie eine Entflechtung zwischen zwei Qubits herzustellen.

Ausführliche Meldung auf Englisch

QuantencomputerNeue Forschungsergebnisse Jülicher und internationaler Forscher ermöglichen es, eine präzisere Verschränkung zwischen zwei Qubits herzustellen. Qubits bilden das Herzstück von Quantencomputern, wie sie derzeit im Rahmen des europäischen OpenSuperQ-Projekts entwickelt werden, das in Jülich betrieben wird. Das Foto zeigt ein Detail des Kryostaten, mit dem der Chip auf eine Temperatur von 10 Millikelvin (-273,13 ° C) abgekühlt wird.
Copyright: Forschungszentrum Jülich / Ralf-Uwe Limbach

Suppression of Unwanted ZZ Interactions in a Hybrid Two-Qubit System, Phys. Rev. Lett. 125, 200504 (2020).
DOI: 10.1103/PhysRevLett.125.200504

Weitere Informationen:

Peter Grünberg Institut - Theoretische Nanoelektronik (PGI-2/IAS-3)

Plourde Research Lab an der Syracuse University (engl.)

Ansprechpartner:

Dr. Mohammad Ansari
Peter Grünberg Institut - Theoretische Nanoelektronik (PGI-2/IAS-3)
Forschungszentrum Jülich
Tel: 0 2461 61-4676
E-Mail: m.ansari@fz-juelich.de

Pressekontakt:

Angela Wenzik, Wissenschaftsjournalistin
Forschungszentrum Jülich
Tel: 02461 61-6048
E-Mail: a.wenzik@fz-juelich.de